Betreuungsverfügung


Eine Möglichkeit der Vorsorge


Sollten Sie niemanden kennen,
  • dem Sie eine Vorsorgevollmacht erteilen können oder
  • gute Gründe haben, eine amtliche Kontrolle vorzuziehen,

dann ist die Betreuungsverfügung eine naheliegende Vorsorgemöglichkeit.

Mit dem Wort "Betreuung" wird eine vom Vormundschaftsgericht (in Württemberg = Notariat) angeordnete gesetzliche Vertretung bezeichnet.


Aufgaben Ihres Betreuers


Der Betreuer unterliegt der Kontrolle/Aufsicht des Vormundschaftsgerichts und wird für bestimmte Aufgabenkreise bestellt, wie z.B.:
  • vermögensrechtliche Angelegenheiten
  • Gesundheitsfürsorge
  • Aufenthaltsbestimmung

Aufgabe des Betreuers ist es nicht, persönliche Hilfen selbst zu leisten, sondern diese für Sie zu regeln – z.B. hauswirtschaftliche und pflegerische Leistungen.


Ihre Willenserklärung


Die Betreuungsverfügung ist eine Willenserklärung, mit der Sie z.B. festlegen, wer als gesetzlicher Vertreter für Sie handeln soll. Selbstverständlich können Sie Senioren-Partner als gewünschten Berufsbetreuer angeben.


Anregung einer Betreuung


Wenn Ihre Betreuungsverfügung bei Senioren-Partner vorliegt, erhalten Sie
  • eine Ausweiskarte zur Betreuungsverfügung, die Sie in Ihrer Brieftasche mit Ihren sonstigen persönlichen Dokumenten bei sich tragen können.

So kann Senioren-Partner im Bedarfsfall schnell informiert werden, um die Anregung zur gesetzlichen Betreuung - zusammen mit Ihrer Betreuungsverfügung - an das zuständige Vormundschaftsgericht weiterzuleiten.

Der Vormundschaftsrichter entscheidet dann, ob tatsächlich eine gesetzliche Betreuung einzurichten ist.


Erreichbarkeit


Telefonische Erreichbarkeit generell von
Montag - Freitag 8 - 20 Uhr.

In dringenden Fällen auch an Wochenden
und allen Feiertagen von 10 - 18 Uhr.


Vergütung des Betreuers


Die Vergütung des Berufsbetreuers ist im § 4 des Betreuungsvergütungsgesetzes festgelegt.

Je nach Vermögensstand und Aufenthaltsort wurde eine monatliche Pauschale zwischen 2 und 8,5 Stunden festgelegt.

Ist die gesetzliche Betreuung durch den Vormundschaftsrichter genehmigt, übernimmt je nach Vermögenslage der Betreute selbst oder die Staatskasse die Vergütung des gesetzlichen Betreuers.